In der Welt zu Gast bei Freunden

„Über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, offen auf andere Menschen und Kulturen zuzugehen, und einander kennenlernen und verstehen.“ Ein Zitat von meinem Bruder (in Deutschland).

Bevor ich in meine Gastfamilie komme (bei der ich bereits gestern eingezogen bin, denn dies hier schreibe ich von meinem neuen Bett aus), verbringe ich mit allen anderen Austauschschülern von überall her, die auch nach Dänemark für ein Jahr reisen, eine Woche in Dänemark. Dort lernen wir jeden Tag ein bisschen Dänisch und versuchen eine Art Handbuch über die dänische Kultur durchzustöbern. Das ist natürlich unmöglich, weil man eine Kultur, so vielfältig sie mit all ihren Facetten ist, nicht in ein einziges Buch reinschreiben kann.

Einer meiner Eindrücke von dieser ersten Woche: Ich bin den ganzen Tag unterwegs von München in den Norden. Um 22 Uhr sind wir dann endlich mit dem Bus in der Jugendherberge auf der Insel Fünen in Dänemark angekommen. Dort verbringen wir eine Woche mit allen Austauschschülern von überall, die auch nach Dänemark reisen. Als wir aus dem Bus steigen, werden wir mit Jubel empfangen und auf einem Plakat steht: Velkommen til Danmark. Ich lächele ab dem Moment nur noch (was ich davor auch schon getan habe, aber nur um das nochmal zu erwähnen, denn schon nach diesem Abend taten mir meine Backen ein wenig weh, was sich an jedem anderen Abend wiederholen wird). Wir alle reden auf Englisch und verständigen uns mit allen greifbaren Mitteln. Ob wir versuchen uns gegenseitig zu erklären, wie man ein Spannbetttuch über die Matratze spannt oder wie die Kissen bezogen werden. Es sind wie Kleinigkeiten nebenbei, wenn der Küchenchef uns vor jedem Essen typisch dänische Kost stolz präsentiert. Ich liiieebe Leverpotej med rødbeder!!

Nun sitze ich gemütlich und ein bisschen müde in meinem neuen Bett und blicke mit einem breiten Grinsen auf letzte Woche. Sie war aufregend, ereignisreich, oftmals unerwartet und einfach nur fantastisch. Ich habe viele neue Freunde gefunden, neue Erfahrungen bewältigt und mir ist in dieser Woche nicht nur einmal sehr klar geworden, dass Freunde und Familie das allerwichtigste sind und, dass man sie überall hat, wenn man genau hinschaut.

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