Meine Sommerferien

Ich fühle mich seit dem ersten Tag bei Familie Seefeldt willkommen und zu Hause. Als wir im YFU-Camp Anfang August am letzten Tag unsere Familien das erste Mal kennenlernen, bin ich aufgeregt wie zehn Elefanten. Und während ich warte, bis wir Austauschschüler uns alle vorgestellt haben – das hat lange gedauert, weil wir in diesem Jahr so viele sind, die nach Dänemark reisen – suche ich die ganze Zeit in der Gastfamilien-Zuschauermenge vor uns nach meiner Familie. Ich habe sie bis zum Schluss nicht gefunden. Als ich sie dann entdeckte, sie saßen direkt vor mir, ist alle Aufregung verschwunden und die große Sprachhürde beginnt! 🙂 Zu Hause – und nun kann ich es wirklich mein zweites zu Hause nennen – angekommen, werde ich durch das wunderschöne zu Hause geführt und im Garten werden auch alle Fruchtsorten durchprobiert.

Anfangs ist mein Zimmer mir noch viel zu groß – mein Zimmer in München würde hier zweimal reinpassen. Doch als ich meinen Koffer und Rucksack auf dem Boden ausleere, muss ich mir doch ein freies Fleckchen schaufeln, an dem ich mich erst mal gemütlich niederlasse und realisiere, dass ich gar nicht so viele Klamotten dabei habe, wie ich in München noch dachte. Mein erstes Ziel war also: shoppen, und das sehr bald. (Gestern waren Rebecca, Helene und ich in Odense, die größte Stadt hier auf Fynen, shoppen -> mission complete.)

Manchmal waren die vielen Stunden Abends vor dem Fernseher und den Handys gemeinsam mit der ganzen Familie etwas neu und ich kam definitiv nicht mit der Digitalisierung der Schule klar. Dazu kommt, dass alles – Bank, Personaldaten, Sozial-Life – in der visuellen Welt gehandhabt wird. Dass man sogar mit dem Handy einen einzelnen Apfel bezahlt und einige Geschäfte gar kein Bargeld mehr annehmen, kann man sich in Deutschland heute noch gar nicht vorstellen. Der „Papierkram“ (es ist nicht wirklich „Papier“kram, denn man benutzt kaum mehr Papier für irgendwas) ist komplett neu und anders und ich bin dankbar, Hilfe von allen Seiten zu bekommen. Und die bekomme ich in Maßen. Phillip, mein Gastvater, hat viel Geduld aufgebracht, um mich in dir visuelle Welt einzuführen. Und auch in der Schule sind sie alle geduldig und freuen sich zu helfen.

Normalerweise hätte ich jetzt Sommerferien und ich gehe schon wieder in die Schule. Weil ich muss? Oder weil ich einen Schüleraustausch mache, bei dem es vorausgesetzt ist, dass man neben der Familie auch viel Zeit mit der Schule verbringt? Natürlich gehe ich auch wegen all dieser Bedingungen zur Schule. Aber vor allem, weil ich richtig gern dort hingehe. Vielleicht liegt es daran, dass ich keinen Notendruck habe oder einfach nur begeistert von allem Neuen bin. Doch auch freuen ich mich jeden Morgen meine Klassenkameraden und Lehrer zu sehen.

Diese Sommerferien sind mal ganz anders.

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