Kleine Stadt wird groß

Nun startet auch der offizielle Dänischkurs für uns Exchange students. Dafür muss ich zweimal die Woche nach Odense fahren. Ein Besuch in Odense ist jedes Mal ein Abendteuer. Denn Odense ist die Großstadt auf Fynen mit weniger als 200.000 lieben Dänen. Schon spannend, zuerst lebt man 16 Jahre in München und kaum lebt man ein Monat Mitten auf dem Land, ist eine Kleinstadt eine großes Abenteuer. Der Kurs an sich ist nicht so spektakulär, denn wir hatten schon im YFU Camp jeden Tag danish lessons. Doch ich gehe jedes Mal gerne hin, denn dann sehe ich andere Austauschschüler und ganz wichtig, meine Freunde von YFU. Natürlich können wir uns alle auch so treffen und besuchen, aber dass wir zweimal die Woche die Möglichkeit haben, über neue dänische Erfahrungen zu reden. Mit jemandem, der genau in der gleichen Situation ist, wie man selbst.

Denn seit ich in Dänemark bin, weiß ich eines: Alles ist möglich. Irgendwo hin gehen, wo niemand deinen Namen kennt und Neues ausprobieren.

Die ganze Zeit auf drei verschiedenen Sprachen kommunizieren. Oft führt das zu einem riesen großen Wortsalat in meinen Gedanken, doch andererseits ist es auch „amazing“ sich in Englisch, Deutsch und Dänisch ausdrücken zu können. Dann hat man so viele verschiedene Möglichkeiten, etwas zu beschreiben, und manchmal ist es einfach passender die Sprache zu wechseln. Sich das erste Mal komplett selbstständig um Bank, Aufenthaltsunterlagen und Schule kümmern. Und nebenbei neue Freundschaften schließen, jeden Morgen in seinem neuen Bett aufwachen und sich selbst neu erleben. Eine Freundin von mir, sie ist auch Austauschschülerin aus Thailand dieses Jahr, sagte mir, dass sie dass Leben hier in Dänemark viel aufregender findet. Ich habe bis dahin noch nicht mein Leben in Deutschland und mein Leben in Dänemark verglichen. Das funktioniert auch gar nicht, weil sie so verschieden sind.

Andere Leute, andere Sprache, andere Sitten. Sagt man und ist irgendwie auch so. Mir wird jeden Tag aufs Neue klar, wie gerne ich die Mobilität in München habe. Denn ich habe schon etwa 10 Stunden in einem Monat hier nur mit warten auf den Zug oder Bus verbracht. Das ist definitiv nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Doch andererseits ist hier alles entspannt und gemütlich. Man ist hier nicht auf die Minute pünktlich. (aber das kenne ich ja auch von meiner Mutter 🙂 )

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Picknick in Odense mit tollen Austauschschülern
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