Backen oder Naschen?

Ich habe mich schon hin und wieder an unsere Backgeräte in Deutschland in unserer Küche herangetraut und das ein oder andere Mal etwas mehr oder weniger Genießbares zu Stande gebracht. Doch was mich am meisten am Backen reizte, war das ständige Probieren. Denn nur wenn man auch selbst backt, muss man praktisch immer mal wieder den Teig abschmecken. Dann war Backen also immer eine köstliche Angelegenheit.

In München haben wir ein Rührgerät. Hier in Dänemark nicht.

Das hört sich harmlos an. Ja – definitiv, backen ohne Rührgerät ist eine ganz neue Erfahrung. Ich habe seit meiner jüngsten Kingheitstage nicht mehr so viel Spaß beim Kneten gehabt. Und ich fühle mich, als würde ich fliegen lernen, wenn ich versuche die dänischen Rezepte zu verstehen, alle Zutaten zu finden und nebenbei noch zu improvisieren. Und warten muss ich bis zum Schluss, um zu beurteilen, ob das Resultat auch so gut ist, wie die Zubereitung gelungen ist. Manchmal passiert es auch, dass ich einfach nur vor den Zutaten stehe und überlege, ob „kom sammen“ jetzt Vermischen, Aufschlagen oder einfach nur Rühren heißt. Ich habe auch eine gefühlte halbe Stunde nach der Waage gesucht. Mich dann entschlossen, meinen jüngsten Bruder Christian zu fragen, da die anderen alle entweder bei unserem zukünftigen Pferd Cindy, beim Fußball oder Einkaufen waren. Christian hat nur mit den Schultern gezuckt und weiter StarWars, The Clone Wars (man stelle sich nun eine majestätische Hintergrundmusik vor) geschaut.

Hierfür muss ich kurz abschweifen. Bevor ich in diese Familie gekommen bin, wusste ich, dass StarWars existiert. Und das war dann schon alles, worüber ich mir bei diesem Begriff im Bilde war. Doch Hinter der Serie StarWars steckt eine riesengroße galaktische Welt und ein Kamp zwischen gut und böse. Es geht hauptsächlich um Macht. Immer wenn ich nach Hause komme, sitzt Christian vor dem Fernseher und schaut sehr aufmerksam diese Serie. Wenn man bedenkt, dass er pausenlos und konsequent immer Töne von sich gibt, nur nicht wenn er StarWars schaut, ist das bemerkenswert.

Nun ja, ich bin also immer noch nicht zur Waage gelangt, aber das macht auch nichts. Ich kann ja ungefähr abschätzen, wie viel Mehl ich brauche. So geht das bis der Teig fertig ist. Ich habe ihn auch ein, zwei, drei oder vier Mal abgeschmeckt.

Mal schauen, ob die Cookies nun auch so gut schmecken.

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