Es grünt

Es regnet. Und es windet. Das ist mit ein bisschen Kälte typisches Herbstwetter. Nun sitze ich in unserem Wohnzimmer mit einer Tasse Pfefferminztee und Radio. Ja das Radio läuft bei uns daheim 24 Stunden am Tag. Und es mit Helene zu hören ist ein Erfahrung für sich, da sie mir immer und zu jeden Lied eine Geschichte über den Sänger oder Dänemarks Geschichte erzählen kann 🙂

Ich versuche eigentlich gerade ein Englisch Essay für die Schule zu schreiben, bin aber an meinen eigenen Gedanken gescheitert. Dafür war die Rede von Barack Obama über Bildung dann doch zu spannend, um sie direkt zu analysieren. Denn er redet über die Eigenverantwortung eines jeden, sich selbst in der Schule und im Leben für die eigene Bildung und für die Welt zu engagieren. Denn ohne aufmerksame Schüler würde man seine eigenen Talente nicht entdecken. Manche Talente oder Leidenschaften schlummern noch im Dunkeln und warten noch darauf, entdeckt zu werden. Nun ja ich könnte noch ewig von dieser Rede schwärmen…

Doch leider fällt es mir schwer, sie für die Schule zusammenzufassen und zu analysieren. Aber was ja nicht ist, kann ja noch werden! (ein umgeformtes und übersetztes Zitat aus dieser Rede)

Während ich hier also sitze und auf den ultimativen Motivationsschub für meine Schularbeit warte, genieße ich den Pfefferminztee und schaue Christian beim Star Wars Fernsehen zu. Jetzt habe ich auch mal ein bisschen Zeit, auf die letzten Wochen zurückzuschauen. Es ist so unglaublich viel um mich herum und in mir selbst passiert. Ich hatte zwischendrin mal Geburtstag und einen wundervollen Tag gehabt, mit ganz viel Kuchen und Menschen, die an mich gedacht haben. Danke dafür! Am Wochenende danach, hatten wir das Haus gefüllt mit tollen Menschen. Darunter auch Austauschschüler, die ich seit dem Arrival Camp Anfang August nicht mehr gesehen habe. Auch die Sonne ließ sich zeigen und so hatten wir in unserer ganzen Euphorie des Wiedersehens am Abend ein Lagerfeuer. Ich habe auch an einem anderen Tag das Bogenschießen ausprobiert. Das war eher Zufall. Als ich mit Freunden in Odense war und – wer hätte das gedacht! – auf den Zug gewartet haben, war gerade das World Cup Finale im Park direkt vor der Station. Man konnte dort auch Bogenschießen für Neulinge ausprobieren und das ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Auch war ich das erste Mal bei den dänischen Pfadis, den Spejder. Und ich weiß jetzt schon, dass ich ab jetzt jede Woche dort sein werde. Nun heißt es auch: Einmal Pfadfinder, immer und überall Pfadfinder. Ich freue mich schon, die ganzen Unterschiede, Neuheiten und den Pfadi-Spirit zu erkunden. Ich merke auch langsam aber sicher, dass ich mich ein wenig in das Landleben verliebe. Was nicht heißt, dass ich die Mobilität eines Stadtlebens vermisse, denn 7 km entfernt von der nächsten Bushaltestelle schränkt schon deutlich den Bewegungsradius ein. Doch ich liebe es, Tag für Tag aufzuwachen, auf mein Fahrrad zu steigen und den Bauern auf den Feldern Godmorgen zu sagen und immer die neuen Farben, die das Sonnenlicht erzeugt, zu sehen. Denn man merkt deutlich den Unterschied, ob gerade gemäht wurde und alles braun ist, oder ob wieder gesät wurde und alles sich in eine gemütlich grüne Landschaft verwandelt.

Ich erinnere mich auch an ein Zitat von einer Austauschschüler Freundin von mir: Du weisst nicht, dass du es suchst, du findest es einfach in deinem Austauschjahr

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