Hy ….. hygge!!

Ich sitze gerade in einem Cafe in Odense und schaue mir all die vorbeikommenden Menschen an. Viele sind verkleidet. Denn die Neuntklässler der Volkeskolen (1. bis 9. Klasse) haben heute ihren letzten Schultag. Und bei solchen Tagen verkleiden sich hier immer alle. Wobei man wissen sollte, dass wenn die Dänen sich verkleiden, dann verkleiden sie sich äußerst ausgefallen. Es kommen auch einige Studenten vorbei. Einige schauen auf ihre Handys, andere schlendern einfach nur durch die Gegend ohne Ziel und wieder andere eilen zu ihrem nächsten Termin. Es ist sehr gemütlich hier zu sitzen. Mal ein bisschen zur Ruhe zu kommen.

Letztes Wochenende war ich mit YFU und meiner lieben Gastfamilie im Zoo von Odense. Ein sehr schöner und gemütlicher Tag. Einfach Hygge. Mir ist auf einmal aufgefallen, dass es nur noch 31 Tage sind in meinem unglaublichen Dänemark. Doch irgendwie bleibt nicht so viel Zeit zum Nachdenken in letzter Zeit. Am Sonntag habe ich bei meiner Freundin Maria übernachtet, am Montag morgen bin ich zu meiner anderen Freundin Anna zum Frühstücken gefahren. Sie hatte 18. Geburtstag und wir, auch ein paar andere Freunde, haben sie am Morgen überrascht. Ein wundervoller Morgen! Danach bin ich ein bisschen in die Schule gegangen, bevor ich mit CJ, einer meiner Lieblingsmenschen, in die Stadt nach Odense gefahren bin und wir das tolle Wetter ausgenutzt haben und ordentlich Tschüss gesagt haben. CJ ist eine Austauschschülerin aus Taiwan. Sie reist mit einer anderen Austauschorganisation, weswegen sie schon nächstes Wochenende nach Hause reist. An diesem Tag ist mir deutlich klar geworden, was es eigentlich heißt, nun wirklich einigen zum letzten Mal auf Wiedersehen zu sagen. „Vi ses“, auf dänisch. Das heißt, wir sehen uns. Und das tuen wir auch! Wir sehen uns wieder. In diesem Jahr Dänemark habe ich Freundschaften aufgebaut, die hier erst ihren Anfang gefunden haben, ob dänisch Freunde oder aus der ganzen Welt.

Man sagt ja auch, dass man zu Hause ist, dort wo seine Freunde sind. Ich bin dann wohl jetzt in der ganzen Welt zu Hause. 🙂

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Segeln, backen, Traktor fahren und Konfirmation

Gerade in letzter Zeit passiert so unglaublich viel und die nächsten letzten sechs Wochen habe ich auch schon so gut wie jeden Tag einen Plan oder eine Idee was ich machen könnte. Letzte Woche war ich drei Tage im nördlicheren Teil Dänemarks segeln. Gestern haben meine Gastmutter und ich einen Kuchen nach dem Rezept von meiner Omi und einen typisch dänischen Kuchen gebacken. Danach sind wir zu den Jungs und unseren Nachbarn in einen der Wälder um uns herum zum Mittagessen rausgefahren und haben einen der Kuchen gegessen. Dort bin ich dann Traktor gefahren, natürlich mit „professioneller Anleitung“. Nach der Mittagspause habe ich dann mitgeholfen Bäume zu fällen und klein zu machen, damit meine Gastfamilie und deren Nachbarn Holz für den nächsten Winter haben. Und am Abend bin ich zu meiner ersten Gastfamilie gefahren und habe die Konfirmation von meiner kleinen Gastschwester gefeiert. Und heute ist ein gemütlicher Tag, der Muttertag. Ich habe gerade meinen letzten dänisch Aufsatz fertig geschrieben. Eine Freundin hilft mir, ihn noch grammatisch zu verbessern, bevor ich ihn an meine Lehrerin abliefere.

Und jetzt noch ganz viele liebe Grüße an meine Mami für den Muttertag! ❤

Ach ja und es gibt auch wieder ein Update in der Galeri 🙂

Pünktlich zum ersten Mai….

…. schaffe ich es endlich mal wieder ein Blog-Updat zu geben. Ich weiß schon gar nicht mehr, was alles passiert ist oder was ich alles erzählen kann. Vor zwei Wochen ist wieder die Schule angefangen. Ich habe mich jeden Morgen mit einer meiner besten Freundinnen vor der Schule getroffen und wir haben im Fitness trainiert. Ich habe von den dänischen Pladis hier mein dänisches Halstuch bekommen. Nach der Schule treffe ich mich fast immer mit meinen besten Freundinnen und wir unternehmen was zusammen oder wir hyggen einfach. In der Schule genieße ich jede einzelne Minute zusammen mit meiner Klasse, mit der ich schon so sehr zusammengewachsen bin. Eine Freundin von mir meinte, dass es nächstes Jahr komisch sein wird, wenn ich nicht mehr da sein werde, eine andere Freundin hat mir verboten zu gehen und meine allerbeste Freundin will einfach mit im Koffer kommen. Letzte Woche habe ich einer Freundin bei ihrem Schulprojekt geholfen und wir kamen erst spät (oder eher am Morgen) ins Bett, da wir einen Film gedreht haben. Am Freitag hatten wir dann Jahresabschlussfest von der Schule – das ist ungefähr vergleichbar mit dem Abiball, nur eben für die ganze Schule und Eltern. Mein Jahrgang musste ganz viele Bars organisieren und es war ein fantastisches Fest.

Und nun am Wochenende war das letzte Seminar zusammen mit YFU. Jetzt sind es nur noch 8 Wochen, 56 Tag und wenn man diese Zeit, die uns noch hier in Dänemark bleibt mit einer Stunde vergleicht, dann sind es nur noch 12 min. Ich würde mal sagen, dass es sich nicht einmal lohnt traurig oder Abschiedsweh zu sein oder zu haben. Jetzt heißt es, noch einmal aufstehen, alle Energie zu nehmen und durchzustarten. Mir bleibt Gott sei gedankt noch genug Zeit, um jedem Einzelnen dafür zu danken, dass er oder sie mein Austauschjahr hier zu dem besondersten und besten Erlebnisse gemacht haben, dass ich mir nicht einmal vorstellen könnte.

Ich bin so sehr dankbar für alle die mich unterstützt haben oder es noch tuen. Danke! ❤

Alle die diesen Blog lesen, dürfen sich angesprochen fühlen.

Ach ja und es gibt ein Update auf meine Galeri.