The great unknown! <3

Nun ist es nur noch eine Woche in meinem schönen Dänemark. Mein Leben hier in Dänemark war und ist zeitlich begrenzt von Anfang an. Ich wusste schon wann ich wieder nach Hause komme, bevor ich überhaupt von zu Hause weggefahren bin. Mir war von Anfang an meines Abenteuers in den Norden bewusst, dass ich nach elf Monaten wieder nach Hause fahren werde. Doch was ist zu Hause eigentlich, wenn man von zu Hause nach Hause reist? Gerade in dem letzten Stück kämpfe ich jeden Tag aufs Neue dafür, mir es hier in Dänemark gutgehen zu lassen. Jeden Tag sage ich einem Teil oder einem meiner Herzensmenschen auf Wiedersehen. Hier in einem Jahr weit weg von meinem gewohnten Leben habe ich ein Leben in einem Jahr gelebt. Ich habe Familie und Freunde hier in einem Jahr gehabt. Ich bin zufällig in eine Klasse gekommen, wo ich Freundschaften geschlossen habe. Jetzt muss ich diesen Freundschaften die Aufgabe geben, sich über Entfernung weiterzuentwickeln. Einige Freundschaften sind ganz schnell ganz eng geworden und ganz bald haben wir uns dann schon wieder ein bisschen aus den Augen verloren. Andere Freundschaften habe ich erst in den letzten Monaten geschlossen und diese machen es mir so unglaublich schwer, von meinem einen Zuhause in Dänemark zu meinem anderen Zuhause in Deutschland zu reisen. Ich habe hier in einem Jahr eine Klasse kennengelernt und auch deren Geschichten und deren Vorurteile und Dramen und Streits. Ich habe auch deren liebevolle Seiten kennengelernt. Ich habe meine Schule als Ort kennegelernt, an dem ich immer jemanden finde, der mir zu hört oder mit dem ich lachen kann. Diese, meine, Schule ist mein Zuhause. Ich habe auch eine dänische Pfadfindergruppe hier kennengelernt, die mich gleich von Anfang an wie eine von ihnen aufgenommen haben. Meine dänischen Pfadis sind so ähnlich wie die meinen in München und doch so unterschiedlich. Diese Pfadis hier haben mir so viel gegeben und gezeigt, dass ich mir gar nicht mehr vorstellen kann, nach den Sommerferien nicht mehr jeden Dienstag deren Programm mitzugestalten. Ich habe hier zwei Familien, mit denen ich es nicht immer leicht hatte, aber ich sie beide doch sehr lieb habe und ich ihnen sehr dankbar für dieses Jahr bin. Ich habe hier in Dänemark gelernt, dass ich selbst dafür verantwortlich bin, glücklich zu sein und aus schweren Situationen nur das Beste zu lernen. Ich werde es vermissen nicht mehr jeden Tag auf meiner zweiten Sprache zu denken und zu träumen. Ich werde vermutlich alles hier vermissen. Und ich bin so unglaublich froh, ein Austauschjahr zu haben, wo mir das Herz so unglaublich schmerzt wenn ich an den Abschied denke. Denn dann weiß ich, dass es mir hier do unglaublich gut ging und noch geht. Und jetzt wird es auch mal Zeit, dass ich nach Hause nach Deutschland komme. Ich habe meine eigenes Zuhause soo sehr vermisst. Ich werde mich wohl jetzt an den Gedanken gewöhnen, dass ich von jetzt an zwischen meinen Welten leben werde. Meine eigene Welt in Deutschland, in der es sich wie gestern anfühlen wird, dass ich dort gewesen bin. Und meine ganz eigene Welt in Dänemark, die mein ganz persönlicher Traum ist und die nur ich so kenne, wie sie ist.

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