Time and Distance

„Time and Distance Overcome“ war einer der vielen lehrreichen Englisch Essays, die ich dieses Schuljahr hier in Dänemark verfasste. Der Titel beschreibt gerade sehr gut mein Dasein in verschiedenen Welten. Während ich die letzten Wochen immer wieder auf das Datum meiner Reise nach München überprüfte und langsam aber sicher die Vorfreude immer mehr wuchs, habe ich ganz plötzlich erfahren, wie ich letzte Woche in Rom anfing, die übrige Wochenzahl zu sehen und zu merken, wie wenig Zeit mir noch hier in Dänemark bleibt und wie sehr ich gerne hier bleiben möchte und doch auch nach München will. Die Zeit rennt, es kommt mir vor wie gestern, dass wir nach Rom flogen. Und jetzt, da ich auf meiner großen Dänemarkreise auf einer kleinen Romreise war, möchte ich am liebsten im hier und jetzt bleiben und jeden Augenblick genießen.
Heute besuche ich auch meine alte Familie, nachdem ich gestern erst nach Hause zu meiner zweiten Familie gekommen bin.
Während sich alle meine Freunde wieder auf zu Hause gefreut haben und wieder in ihrem eigenen Bett schlafen wollten, ist mir aufgefallen, wie viel Zeit eigentlich schon vergangen ist, seit ich das letzte Mal in meinem ganz eigenen Bett in meinem Zimmer unter dem Dach in München geschlafen habe.
Aber jetzt erstmal genug von Time and Distance. Jetzt feiere ich erst einmal den Geburtstag von meinem alten kleinen Gastburder und freue mich auf die unglaublich tollen Abende mit meiner Jetzt-Familie.
Und hiermit aich nochmal alles Gute zum Geburtstag an dich Omi! ❤

Romreise

Ich war letzte Woche mit meiner Klasse auf Studienfahrt in Rom. Ohne Frage ist Rom eine wunderschöne Stadt an allen Ecken und Enden und man wird bei jedem Rundgang von der magischen Schönheit bezaubert. Nachdem das Wetter uns nur zweimal einen Regenstreich gespielt hat, war es die restliche Zeit warm und sonnig. Auch wenn die Turen anstrengend waren und die Füße durchgängig schmerzten, war die Stimmung bezaubernd und gemütlich. Ich habe nicht nur tolle Erinnerungen an meine wundervollen Zimmergenossinnen und alle Erlebnisse, die wir zusammen erlebt haben. Ich habe auch gespürt, wie die Romreise uns alle zusammengeschweißt hat. Natürlich konnte ich ganz deutlich merken, dass die dänische Zusammenhaltskultur sich ein bisschen von der deutschen unterscheidet und demnach war dies alles auch wieder ein intensives Kennenlernen.
Diese letzte Woche war eine ganz besondere Woche und vermutlich einer der prägensten Ereignisse in meinem Austauschjahr!
Danke meine allerliebste Klasse 2z! ❤

Antikes Rom

Jetzt ist es nicht mehr ganz so lange hin, bis ich mit meiner Klasse für eine Woche im April nach Rom fahre. Dafür erarbeiten wir schon fleißig in Arbeitsgruppen die verschiedenen Zeitalter Roms. Und auch das Wetter hier in Dänemark bessert sich von Woche zu Woche. Also im Prinzip heißt es jetzt nur noch, abwarten und losfliegen in das schöne Wetter.

Letztens am Morgen zum Beispiel war bei uns im kleinen Ort ganz viel Nebel und als wir dann mit dem Schulbus raus aus dem Ort gefahren sind, habe ich aus dem Fenster geschaut und auf eine Wolkenschicht genau über unserem Ort gesehen. Und außen herum waren die Felder in einem prächtigen grün und die Sonne schien am blauen Himmel. Ein bisschen wie eine Meeresaussicht hat sich das angefühlt. Und in der Stadt verteilen die Supermärkte gratis Eis. Man könnte fast schon denken, dass der Sommer direkt vor der Tür steht, doch leider ist es erst „Forår“ und heute am Morgen ist es schon wieder ganz grau. Doch das sagt in Dänemark ja vermutlich nicht so viel aus, denn das Wetter ändert sich alle fünf Minuten.

Aufwachen :)

Ich kann es nicht oft genug sagen. Die Sonne scheint, es ist wärmer als fünf Grad und hier und da kommen Blumen zum Vorschein. Der Frühling kommt. Meine Brüder und ich habe gestern sogar schon aus Enthusiasmus Sonnenbrillen und Kappies getragen.
Ich habe es selbst manchmal nicht so gemerkt, aber in den letzten Wochen gespürt. Nicht nur die Menschen um mich herum hatten eine deutlich Winterdepression. Auch ich selbst habe viel Trübsal getrieben. Aber hier nicht zu viel davon. 🙂 Einfach ein Dankeschön an alle Menschen, die mir in dieser Zeit einfach viel zugehört haben. Mir ist bewusst, dass einige dieser Menschen hier auf dieser Homepage vermutlich niemals vorbeischauen werden, da auch eine Sprachbarriere herrscht. Aber dennoch, ich bin dankbar für meine Familie in Dänemark und Deutschland und wo sie sonst noch alle leben. 🙂 Ich bin dankbar für meine besten Freunde, die vielleicht alle nicht um die Ecke wohnen, ob in Deutschland, Dänemark oder an anderen tollen Orten. Aber dennoch gibt es ja das Telephon und einige Telefonate waren definitiv gut-tuend. Und auf jeden Fall habe ich die zwei besten Kontaktpersonen von YFU, die mir immer unter die Arme greifen und mich unterstützen.

Und jetzt heißt es aufwachen und die letzte Zeit hier in Dänemark in vollen Zügen zu genießen. Denn auf der Frühling ist im Anmarsch und da kann man einfach nur die erwachende Natur genießen!

Hygge for dem Fest

Letztes Wochenende war eine ganz besondere Schulparty. Da wir schon die ganze letzte Woche jeden Tag kleine gemütliche Aktivitäten hatten, war am Freitag ein Gemütlichkeitsfest als Abschluss. Und um meiner Klasse alles noch ein bisschen zu versüßen, ist bei uns die letzte Stunde in der Schule ausgefallen. Wir sitzen also alle zusammen, essen Geburtstagkuchen von einer Freundin von mir und hören Musik. Danach geht es dann zum Volleyball Turnier und natürlich erhoffen wir uns den Sieg. Im Anschluss gibt es dann ein gemütliches Beisammensein in der Schule. Wir essen dann alle zusammen zu Abend und genießen eine Talentshow mit hoffentlich ausgefallenen Talenten. Und zum Anschluss gibt es noch die Party.
Alles mit Gemütlichkeit und LolliPops mit kleinen Nachrichten, die wir uns alle im Laufe der Woche gegenseitig schicken konnten.
Und pünktlich zur Hygge Woche kommt die Sonne mit ein bisschen Wärme. 🙂

Hygge und SKAM

Also so langsam bekommt das Wetter ein Routine. Am Morgen ist es bewölkt, dann scheint die Sonne für zwei Minuten oder gibt zu mindestens den Anschein, als würde sie uns ein bisschen Wärme schenken. Und dann ist es bewölkt mit regelmäßigen Regenfällen.

Letzte Woche bin ich dann mit dem Bus zu einer Freundin gefahren und genau als ich aus dem Bus gegangen bin, hat es angefangen wie aus Eimern zu regnen. Als wir dann endlich zu Hause bei ihr angekommen sind, wärmten wir uns erstmal mit einer heißen Schokolade auf und haben uns ein Nutellebrot nicht entgehen lassen. Danach sind wir dann in ihr Zimmer und haben einfach hygge gehabt. Nach einiger Zeit kam dann ihr großer Bruder zu uns und gemeinsam haben wir dan SKAM geschaut. Hier zu eine kleine Erklärung. SKAM ist eine Norwegische Serie, die von dem Leben und Alltag von Jugendlichen in Skandinavien handelt. Alle dänischen Freunde können mir bestätigen, dass das Schulalltag in Wirklichkeit genauso ist. SKAM kann man nur mit Untertiteln (auch Englisch) – in unserem Fall jedoch Dänisch – anschauen. So komme ich auch in den Genuss der norwegischen Sprache und verbessere mich selbst ein bisschen im dänischen Schreiben und Lesen. Es lohnt sich auf jeden Fall SKAM nicht nur einmal anzuschauen. 🙂

Um nochmal zurückzukommen, bei so einem Wetter wie in der Vorjahreszeit bleibt nicht mehr so viel, als sich mit seinen besten Freunden unter die Decke zu kuscheln und SKAM zu schauen oder einfach nur philosophische Gespräche zu führen. Und der gute Nebeneffekt dabei ist, dass ich Anne, die Freundin, die ich besucht habe, ein bisschen Deutsch lehre und sie mirgeduldig beim Dänischen hilft. 🙂foto-am-21-02-17-um-17-13-2

Unser kleines Universum

Nun ja jetzt sind wir schon alte Hasen, was das Austauschschüler sein betrifft. Und wir leben alle in unserer kleinen eigenen Welt in der die Zeit sich immer schneller dreht und wir versuchen nochmals aufzustehen und alles mitzunehmen – auch wenn es nur leckere Süßigkeiten sind! 🙂 Wir haben auch noch unser Leben in unserer Heimat, welches mir persönlich mit jedem Tag ein bisschen weiter weg vorkommt. Ich freue mich auch schon, hallo zu sagen und alle Gerüche und Eindrücke in mir aufzunehmen. Aber ich möchte hier nicht weg. Was kann man sich schöneres vorstellen, als ein Leben, welches einen glücklich macht? Ein Leben in zwei Welten mit Menschen, die einen zum Lächeln bringen. Auch wenn nicht jeden Tag die Sonne scheint und man manchmal zu früh aus seinen Träumen aufwacht, jeder einzelne Tag ist dennoch ein ganz neues Abendteuer mit vielen Herausfordungen. Und inzwischen gewöhne ich mich auch ein bisschen an die vielen Höhen und Tiefen. Und auch wenn alles in Erinnerung bleibt, ist kein Moment lang genug und ich möchte auch jede Gelegenheit ergreifen. Es gibt noch so viele Dinge, auf die ich mich in meinem Austauschjahr freue. Zum Beispiel die Klassenfahrt nach Rom oder das nächste YFU Seminar oder einfach die unendlichen Abende in meiner Familie. Und gerade wenn ich mich so auf all das freue, genieße ich gerne den heutigen Tag (inzwischen war dies schon wieder gestern) mit einer meiner engsten Freundinnen hier und jetzt in Aarhus.